Paypal bedroht geprellten Kunden mit Inkasso!
Bodenlose Frechheit! Es wurde über die weltweite Panne der Kontenzuordnung bei Paypal berichtet und und nun will Paypal den Spieß umdrehen?
Paypal hat in der Kommunikation mit einem Kunden - der seine Einzahlung auf seinem Kundenkonto nachweisen konnte, nun mit dem Inkasso gedroht.
Am 31.07.2020 hatte der Kunde aufgrund von Überbuchung noch ein - Minusbetrag von gut 10,00 € auf seinem Konto. Am gleichen Tag überwies der Kunde einen Betrag von 50€ zur Gutschrift.
Problem: Paypal befindet sich seit geraumer Zeit in einem Umstellungsverfahren der Konten und hat die Einzahlung nicht zugeordnet.
Wegen der fehlenden Buchung auf seinem Konto nahm der Kunde dann am 12.08.2020 - Kontakt zu Paypal auf und fragte nach seiner Gutschrift auf dem Konto.
Nach einigen Schriftverkehr - der uns in Kopie vorliegt, räumte Paypal die Panne innerhalb seines Buchungssystem ein und bat um Geduld.
Nun aber übertrifft sich Paypal selbst und man ist geneigt zu glauben, dass Paypal den Kunden loswerden und / oder Mundtot machen will?
Paypal schreibt am 17.08.2020:
Guten Tag xxx
Vielen Dank, dass Sie PayPal wegen Ihrem negativen Kontostand kontaktieren.
Weil Ihr PayPal-Konto seit längerer Zeit einen negativen Kontostand aufweist, haben wir die Angelegenheit am 13.08.2020 an das Inkassounternehmen KSP-Rechtsanwälte übergeben.
Der Ausgleich des Negativbetrags ist jetzt nur noch über das Inkassobüro möglich. Bitte zahlen Sie deshalb den offenen Betrag direkt an KSP-Rechtsanwälte. Hier noch einmal die Kontaktdaten:
KSP-Rechtsanwälte
Kaiser-Wilhelm-Straße 40
20355
Hamburg
Telefon: +49 40 450 650
Fax: +49 40 344 711
E-Mail:
paypal@ksp.de
Wie geht es weiter, wenn der Betrag ausgeglichen ist?
Sobald KSP die Zahlung erhalten hat, wird diese direkt an uns weitergeleitet. Die Weiterleitung kann bis 2-3 Wochen in Anspruch nehmen.
Viele Grüße,
Adam Giel
PayPal
Da keimt ein fataler Verdacht auf!
Will Paypal auf diese Art von seinen Technikproblem ablenken und / oder das bereits gezahlte Geld der Kunden, denn das ist offenbar kein Einzelfall - zur Gewinnmaximierung als Börsenunternehmen erst nach der vollständigen Umstellung wieder freigeben?
Fakt ist:
1) Der Kunde hat fast 2 Wochen vor dem Inkassolauf sein Konto ausgeglichen!
2) Der Kunde hatte bereits Kontakt mit Paypal vor dem Inkassolauf aufgenommen und die Gutschrift auf sein Konto eingefordert - bei dem sich dann herausstellte, dass Paypal ein großes technisches Problem hat. Der Kunde hat sein Konto bereits seit gut 2 Jahren und immer auf das gleiche Konto überwiesen, welches er damals zugewiesen bekam.
3) Paypal erweist sich nicht als Kundenfreundlich, sondern nutzt offenbar seine Marktstellung schamlos aus - wenn anstelle einer Entschädigung dafür, dass der Kunde sein Konto und sein Guthaben nicht nutzen kann - der Inkassodienst auftritt.
4( Dreist ist auch die Tasache, dass der Kunde zu keinen Zeitpunkt eine Mitteilung über eine Veränderung der Kontodaten erhalten hatte, somit also überhaupt keine Verantwortung für die Zuordnungsprobleme trägt.
Hier bedarf es einer konsequenten Überprüfung der Aufsichtsbehörden zum Vorgehen von Paypal, denn der Verdacht - dass Paypal hier seine technischen Probleme zu Lasten ggf. sogar auf Kosten der Kunden versucht zu lösen, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus dem Weg räumen.
Perry Feth
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